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 Betreff des Beitrags: rechte Hools
BeitragVerfasst: 17. September 2015, 11:10 

Registriert: 6. Juni 2010, 12:23
Beiträge: 38

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Ich habe in der Jungen Welt vom 17.9.2015 eine sehr interessanten Artikel über rechte Hools gefunden, der lesenswert ist:

Antifas allein gelassen. Die rechten Hools werden stärker von Dirk Hogess

Sie flogen aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt und bekamen ihren Sportplatz gekündigt. Der FC Ostelbien Dornburg hatte immer mehr für Schlagzeilen gesorgt, weil bei seinen Spielen gegnerische Teams sowie Schiedsrichter bedroht und Spielabbrüche provoziert wurden. Es kam zu brutalen Fouls, rassistischen Beleidigungen und Schlägereien, einem Unparteiischen wurde gedroht, ihn anzuzünden. "15 Dornburger Spieler sind dem Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als Rechtsextreme bekannt", war auf Spiegel online zu lesen, und von Überschneidungen mit den Hooligans "Blue White Street Elite" aus Magdeburg, auf deren Kappe unter anderem Entführung und Erpressung eines Antifas in Burg 2013 geht. Der Klub aus der Kreisklasse im Jerichower Land wurde von Schiedsrichtern boykottiert, andere Vereine weigerten sich, dort noch anzutreten.
Der FC Ostelbien ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. Die Bundesrepublik hat ein Problem mit rechten Gruppierungen im Fußball. Während sich die Vereinsoffiziellen wegducken, fühlen sich antifaschistische Fans und Ultras oft allein gelassen und unverstanden.
Im März 2013 gaben die Ultras Aachen (ACU) ihre Auflösung bekannt, nachdem sie von der "Karlsbande", einer rechten Abspaltung, aus dem Block und später ganz aus dem Stadion geprügelt worden waren. "In Fragen antifaschistischer Positionierung darf es kein 'Ja, aber' geben!" formulierte die ACU in ihrer Auflösungserklärung. Mittlerweile ist die "Karlsbande" in Aachen tonangebend. Allemannia-Fans waren an den Aktionen der "Hooligans gegen Salafisten" beteiligt, dem ersten der neuen rechten Aufmärsche seit dem Herbst 2014, der massenmedial wahrgenommen wurde.
Der Spiegel berichtet von 1000 rechten Ultras und Hools, Anhänger verschiedener sächsischer Klubs, die bei Pegida in Dresden mitliefen. Von Anfang an marschierten sie an der Seite der bürgerlichen Demonstranten "als eine Art Schutztruppe, die im Prinzip das Gewaltmonopol dieser Demonstration insgesamt vor Ort bei den Demonstrationen durchsetzt", wie der Journalist Olaf Sundermeyer mdr.de erzählte. Für ihn steckt "ganz klar das historische Konzept der SA" dahinter.
Aus der Anhängerschaft von Lok Leipzig beteiligten sich laut sächsischem Innenministerium 300 Fans an den Legida-Aufmärschen und den folgenden Ausschreitungen. Auch beim Chemnitzer Ableger Cegida marschieren Mitglieder nazistischer Gruppen und rechte Hools wie die "NS-Boys" mit. Die kommen zwar mit ihren Bannern nicht mehr ins Stadion des Chemnitzer FC rein, werden aber von anderen Ultragruppen aufgenommen und beschweren sich über die "Linksindoktrinierung der Fankurven", wie auf ihrer Website zu lesen ist. Dabei ist das Gros der Vereine nicht in der Lage, antifaschistischen Anhängern sicheren Zugang zu ihren Spielen zu gewähren und Faschisten aus ihren Fanclubs zu verbannen.


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