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 Betreff des Beitrags: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 10. Mai 2010, 13:26 

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sagt Paul Jorion ist in einem finalem Stadium


WUNDERBAR ZUM NACHHÖREN

Essay und Diskurs Teil 1
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essa ... s/1178969/

Verkehrsunfall oder Systemfehler?
Gesprächsserie "Lehren aus der Hyperkrise"


Essay und Diskurs Teil 2
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essa ... s/1178969/

Zerstörerisches Geld
Lehren aus der Hyperkrise, Teil 2: Gespräch mit dem Wirtschaftskolumnisten Paul Jorion


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 10. Mai 2010, 13:29 

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GESCHRÖPFTE SCHWEINE Halb Europa prügelt auf Griechenland und andere hochdefizitäre Staaten ein. Dabei können die Banken mit der Situation mehr als zufrieden sein. Von Elmar Altvater

http://www.woz.ch/artikel/rss/19041.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 11. Mai 2010, 16:59 
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BaBe entwickelt sich hier zum Premium-Content-Einbringer :)

Danke für die vielen schönen Links - werde ich morgen mal durcharbeiten bzw. habe ich gestern schon mit der Wochenzeitung getan. Viel Wahres drin, was eigentlich eine Aufarbeitung dringend nötig macht. Allein mir fehlt der Glaube an unsere vierte Gewalt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010, 21:03 

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Die vierte Gewalt also die Presse korrigiert und erklärt viel zu wenig. Deshalb ist es ja so wichtig, aus meiner Sicht der Dinge, sich gegenseitig auf Aufklärendes hinzuweisen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 13. Mai 2010, 10:20 
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Der Großteil der deutschen Presse fällt in dieser Krise durch (gutgemeint) Unwissen oder durch (böse gemeint) Nebelkerzen auf. Man muss sich das einfach mal auf der Zunge zergehen lassen: Die EZB "schöpft" Geld, indem sie Kredit zu ca. 1% Zinsen vergibt. Die Banken greifen sofort zu, vergeben dieses Geld aber nicht als Kredit in die "Realwirtschaft", also an Unternehmen oder Privatpersonen weiter, wo es als Investition wirken kann sondern kaufen mit diesem Geld Staatsanleihen (griechische z.B. sind aufgrund der Risikoaufschläge mit einem hohem Zins versehen) oder CDS (Kreditausfallversicherungen), haben aufgrund dieser Zinsspanne sofort einen Gewinn. Seit Freitag können nun diese Staatsanleihen als Sicherheit bei der EZB hinterlegt werden, was eine noch höhere Kreditaufnahme der Banken ermöglicht...
Die EZB kopiert also die FED (nein, das ist KEINE staatliche Zentralbank, die ist viel gefährlicher...); jene behandelt die Geldmenge in den USA seit 2006 als Staatsgeheimnis, d.h. die Menge der sich in Umlauf befindenden Dollar (Bargeld und Buchgeld) wird einfach nicht mehr veröffentlicht.
Zwei Dinge fallen mir spätestens dann immer ein: Man versuche mal den Zusammenhang von zinsbasiertem Wirtschaftssystem und einer Exponentialfunktion zu durchdenken.
Bankrott ist man nicht aufgrund der Schulden (bei den Summen der Verbindlichkeiten weltweit können diese ohne Hyperinflation mit anschließendem Währungsschnitt sowieso nie beglichen werden), bankrott ist man wenn man die Zinsen nicht mehr bedienen kann. Und wozu brauchte Griechenland jetzt auf einmal ganz dringend frisches Geld? Um alte Kredite zu bedienen (und wir wissen ja zum großen Teil wer da Gläubiger ist)...
Spannende Zeiten.

Um auch einmal etwas content zu bringen (zwar nicht "premium", aber fürs grundlegende Verständnis ganz hilfreich): 47 min "Money as debt"

http://video.google.de/videoplay?docid= ... 267580603#


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 17. Mai 2010, 11:21 
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Beiträge: 631

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leider kein todeskampf

es wird alles so weitergehen... mal hier mal da ein wenig mord und todschlag
die "dritte welt" wird abgehängt und verhungert langsam und metzelt sich durch die reste einer geistig-kulturellen elite. kredite für waffen und geldgeschäfte wird es immer geben. die wahren verbrecher und die bourgeoise presse hetzen die abgehängten des präkariats aufeinander, schüren weiter die angst des proletariats. eine angst die entsolidarisiert.
die geldfette bourgeoise bleibt fett und niemand, niemand steht wirklich auf um sie aus ihren sicheren bankentürmen, luxusyachten und villen zu vertreiben.
revolution? nein, zu diskreditiert ist der sozialismus, eine idee zerstört von denen die sich sozialisten nannten und doch nur kleingeistige, engstirnige funktionäre mit macht waren...

war das marx der zynisch anmerkte: "alle revolutionen haben bisher nur gezeigt, dass sich der mensch nicht ändert"?

ich habe zum thema kapitalismus nur eine unglaublich ohnmächtige wut im bauch.

_________________
NICHT OHNE LIEBE : EISERN UNION!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 17. Mai 2010, 12:04 
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boone, ich glaube das geht vielen so.

Zu Deinem Marx-"Zitat" kann ich Dir "Im Räderwerk" von Sartre empfehlen. Gibt es für wenig Geld fast überall (hier z.B.) und ist kurzes Drama (im Vergleich zu Sartres sonstigen Büchern jedenfalls) und eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Ich glaube auch nicht daran, dass mit der heutigen Gesellschaftsstruktur und der existierenden Werte in diesem Land nochmal irgendwas passieren wird, was einer Revolution gleich kommt. Brennende Banken? Nicht in Deutschland. Ob man das nun gut findet oder nicht, überlasse ich mal jedem selber.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 17. Mai 2010, 13:35 
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der traum ist aus aber ich werde alles geben, dass er wirklichkeit wird... sang rio reiser. tja ... ick weeß nich so langsam werde ich zu alt für so'ne romantik.

aber ihr jungen. traut eurer wut und euren heißen herzen - das herz schlägt links!
hört nicht auf die bourgeoise hetze und lullerei lasst euch nicht die augen verkleistern.
es gibt ihn noch den gegensatz der klassen - die sogenannte sozialpartnerschaft ist nur eine auspolsterung des sklavenbandes welches den unterdrücken klassen um den hals liegt, so wie schon immer...

die bürgerliche freiheit, von der unsere politsche "elite" redet ist immer nur die freiheit der herrschenden klasse...

_________________
NICHT OHNE LIEBE : EISERN UNION!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 17. Mai 2010, 16:10 

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Da wir hier nicht im Stadion sind, sondern im Off-Topic des Sektiererforums, erlaube ich mir auch mal eine politische Lektüreempfehlung; relativ neu, sehr pfiffig, ausgesprochen gut lesbar. Der Autor, Dietmar Dath, spricht allerdings nicht das heiße Herz an, eher den unvernebelten Verstand:

Selbstverständlich ist eine Gesellschaft unanständig, in der jemand mehr Wohnraum besitzen als bewohnen kann und Behausungen also leer stehen, damit beim Finanzamt Verluste angegeben werden können, in deren Schatten anderswo, im Warmen, Feuchten und Unsichtbaren, große Gewinne gedeihen. Selbstverständlich ist eine Gesellschaft schweinisch, die einerseits für ihre Spitzensportler Laufschuhe mit eingebauten Dämpfungscomputern bereitstellt, andererseits aber alten Frauen mit Glasknochen die Zuzahlung zum sicheren Rollstuhl verweigert und einen Pflegenotstand erträgt, für den sich tollwütige Affenhorden schämen müßten. Selbstverständlich ist eine Gesellschaft obszön, in der Zahlungsmittelengpässe, Liquiditätskrisen und Bankenbeben vorkommen, weil [...] plötzlich deutlich wird, daß Kredite, die man armen Amerikanern aufgeschwatzt hat, damit sie sich Eigenheime kaufen, die sie sich unmöglich leisten können, tatsächlich nicht zurückgezahlt werden. Selbstverständlich ist eine Gesellschaft widerlich, die all diese Dinge sogar in ihren leidlich gepolsterten Gewinnergegenden zuläßt; vom Elend der sogenannten Peripherie, den "darker nations" (Vijay Prashad), den "trüben Völkern" (Hegel), will man eh nichts mehr hören.

Unanständig, schweinisch, obszön, widerlich: Davon rede ich nicht.

Moral ist Glückssache uns setzt Deckung der wichtigsten Lebensbedürfnisse voraus; meistens hat man andere Sorgen. Ich rede aber davon, daß das alles nicht vernünftig ist und deshalb nicht funktionieren kann. Wer es sich kalten Herzens, wachen Auges anschaut und dann noch ruhig zu verneinen imstande ist, daß möglich sein muß, die Dinge besser einzurichten, ist nicht böse, sondern entweder faul genug, sich betrügen zu lassen, oder vom Geburtszufall ausgelost worden, die im Ganzen seltene, vorläufig aber noch ganz einträgliche Elendsgewinnlerei betreiben zu dürfen, an der dieses Ganze krankt.


Aus: Dietmar Dath, Maschinenwinter. edition unseld 2008, 10 Euro.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Todeskampf des Kapitalismus,
BeitragVerfasst: 18. Mai 2010, 19:44 

Registriert: 25. April 2010, 18:14
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Essay und Diskurs Teil 3
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1182282/

Und Keynes hatte doch recht
Lehren aus der Hyperkrise, Teil 3: Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky
Von Stefan Fuchs

In Zeiten der Wirtschaftskrise erlebt das Werk John Maynard Keynes' ein regelrechtes Comeback. Der Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky erklärt, warum das so ist.


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