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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 31. Mai 2010, 17:16 
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Helge, das würde ich Dir sofort unterschreiben.

Leider ist man viel zu sehr gewohnt in "Gut" und "Böse" Kategorien zu denken, die aber leider hier nicht greifen. Keine der beiden Seiten ist per se schlecht oder gut. Sie sind einfach.

Ich tue mich unheimlich schwer damit zu diesem Konflikt noch eine klar artikulierbare Meinung zu haben, denn es ist auf beiden Seiten soviel Unsinn geredet und soviel Unsagbares getan worden. Auch das Israel von den damaligen Supermächten etabliert wurde und die Palästinenser "als erste da waren" ist keine Basis, auf der eine Bewertung heutiger Vorfälle gründen kann, denn es rechtfertigt nunmal keine Terroranschläge in israelischen Fußgängerzonen. Genausowenig wie diese die systematische Unterdrückung eines gesamten Landstriches rechtfertigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 31. Mai 2010, 21:58 
Moderator
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Beiträge: 528

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Umgangssprachlich waren, sind und bleiben in diesem Konflikt, wie in alle anderen Konflikten dieser Welt, wieder einmal alle am Arsch, die nicht über genug Geld, Waffen und/oder Macht verfügen. In abgeschwächter Form gilt das für mich auch in den Demokratien dieser Erde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 31. Mai 2010, 22:45 
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Registriert: 3. Dezember 2009, 22:42
Beiträge: 127

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die überschrift dieses threads bezog sich ausschließlich auf die sache mit Noam Chomsky.

diese reflexartige "argumentation": wenn du israel kritisierst, musst du auch die andere seite kritisieren", kotzt mich an.

es muss doch möglich sein, über konkrete dinge zu diskutieren, ohne sofort zu verallgemeinern, etwas hinter einem fakt (keiner meinung) zu vermuten und sofort seine eigene meinung (sic!) kundzutun.

zumal wir hier wie die blinden über farben reden. zum glück mussten wir noch nicht die erfahrungen von israelis, palästinensern, nordiren, tutsi, hutu, nord- und südkoreanern und noch vielen anderen konflikten auf dieser unserer welt teilen. und wenn, nur als spätgeborene in bezug auf deutschland. wie gesagt: zum glück.

ist aber eben immer dasselbe: wer missverstehen will. tut dies natürlich. ist dann leider doch nicht anders als im inoffiziellen UF


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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 1. Juni 2010, 22:15 

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Beiträge: 229

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@Förster ist dann leider doch nicht anders als im inoffiziellen UF :(
Las es uns trotzdem weiter versuchen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 2. Juni 2010, 06:25 
Moderator
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Beiträge: 528

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@ Förstler:

Ich habe nur ein bißchen Magengrummeln bei der Überschrift. Ich versuche das mal anhand von ein paar Zitaten aus dem Artikel zu zeigen:

"Übereifrige Grenzbeamte"
"Jedenfalls machte sich die Jerusalemer Innenbehörde die Mühe, Verhörfragen vorzubereiten..."
"Der gerade diensttuende junge Mann wirkte peinlich berührt dabei, hat Chomsky in einem Interview mit der Tageszeitung Haaretz geschildert."
"'Eine idiotische Entscheidung", befand nahezu unisono die israelische Presse.'"
"'Charakteristisch sonst nur für totalitäre Regime'", erregte sich Israels Bürgerrechtsverband.
Kompatibel mit den Urteilen des Obersten Gerichts zur Meinungsfreiheit ist der Bann jedenfalls nicht.

Daraus entnehme ich, dass in Israel ein Oberstes Gericht keinerlei Anlass zu dieser Gangart gibt und die Presse "unabhängig" scheint, unheimlich wichtig für eine Demokratie. Dann ist noch von dem "übereifrigen jungen Grenzbeamten" zu lesen und das eine Innenbehörde über das Ziel hinausschießt. Mich erinnert das ein wenig an Verhältnisse in Deutschland ;) Dazu meldet sich noch ein Bürgerrechtsverband, den es so in einem von ihnen angesprochenen totalitären Regime wohl kaum geben würde. Ich würde trozdem anhand eines solches Vorfalles nicht von einem Demokratieverständnis à la Israel sprechen, denn Israel hat, in meinen Augen, so etwas nicht für sich gepachtet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 2. Juni 2010, 14:45 
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Förstler hat geschrieben:
diese reflexartige "argumentation": wenn du israel kritisierst, musst du auch die andere seite kritisieren", kotzt mich an.


Ich würde auch lieber über Israel debattieren wollen, ohne immer in einem Halbsatz auf die andern Länder einzugehen. Aber bei den meisten politischen Fragen geht das eben nicht, weil Israel & Palästina bzw. der ganzen Nahen Osten nur zusammen verständlich ist, was eben mit der Entstheungsgeschichte Israels zusammenhängt. Wenn man über Frankreich debattiert, muß man nicht gleichzeitig über Spanien streiten, bei Italien nicht über die Schweiz - da hat jeder seins. Aber bei den Basken muß man natürlich auch über den spanischen Staat reden, bei den Kurden über die Türkei und so auch bei Israel über die arabischen Grenzländer. Die Politik des Einen ist da auch immer von der Politik des Andern abhängig.

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Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden. Nick Hornby


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 Betreff des Beitrags: Re: Demokratieverständnis à la Israel
BeitragVerfasst: 2. Juni 2010, 15:51 
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Beiträge: 631

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@helge

sehe ich ähnlich
das thema israel ist ein äußerst komplexes
ein eignet sich nicht mal ansatzweise zum polemisieren.
von keiner seite aus.

dass die aktion, gerade auch in internationalen gewässern, eine verdammt schlechte und blöde war, ist für mich unstrittig.
auf der anderen seite kann ich aber auch die paranoia der israelis zutiefst verstehen.

die nummer war von den organisatoren genauso insziniert - und israel hat ihnen den gefallen getan. warum, auch mit dem dilletantismus und in der härte der ausführung, ist mir schleierhaft. ich denke da werden köpfe rollen. denn eigentlich hat sich die IDF zutiefst blamiert...
sowas geht absolut auch ohne blutvergießen... und ich denke, dass sich die israelische führung dessen bewusst ist

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