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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 13. Februar 2011, 23:29 

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Schön, das es gelungen scheint. 8-)

Kleine, Ankdote am Rande:
Als wir Drei gemeinsam zum Wahllokal im Seniorenheim um die Ecke gingen, trafen wir auf dem Wege unsere sympathischen Nachbarn von unter uns, Familie W., beide einiges jenseits ihrer Siebziger.

Herr W. meinte, und seine Frau stimmte ihm darin sichtlich zu:
"Ick vasteh dit allit nich: Alle meckan dauernd, Scheiß Konßerne, ejal ob Öl, Strom, Wasser oder sonstwat, die saugen uns aus, diese Heuschrecken, und sowieso, der janze Kapitalismus würd imma schlümma.
Und nu, wat is? Nu könnse't Maul anne Urne uffmachen, aber keena will hinjehn. Komisch, früher wusstnse jenau, Zettelfalten is völlich sinnlos, aber da sindse trotzdem glei nach't Frühstück mitte janze Hausjemeenschaft hinjelaatscht...
Naja Benny, jut, dasde mit deine Eltan mitbist. Wir und die hamde Stalinisten vom Hoff jejaacht. Den Rest müsst ihr jetz dennma machen. Aber ick gloob, dauert noch paa Jahre, wa?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 14. Februar 2011, 07:49 
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quorum geschafft
wahlbeteiligung bei über 27%
dafür waren 98%

jepp

_________________
NICHT OHNE LIEBE : EISERN UNION!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 14. Februar 2011, 08:39 
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Toll!
Diese starke Beteiligung der Befürworter hätte ich ehrlich nicht für möglich gehalten, gerade weil vorher kaum plakatiert und öffentlich diskutiert wurde (anders als bei Tempelhof oder Pro Reli).


8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 21. März 2011, 21:20 

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http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Geldquelle-Wasser-/3752030.html


Zitat:
Wird der Film verboten? - Ein Aufruf!
Nach der bisher überaus erfolgreichen Verbreitung des Films „Water Makes Money" in Form von über 200 (Kino)-Vorführungen und mehr als 1000 DVDs, hat der im Film kritisierte französische Konzern VEOLIA in Paris gegen den Film Klage wegen „Verleumdung" eingereicht. Noch ist nicht klar, was konkret man uns vorwirft. Der Konzern hat dennoch bereits erreicht, dass die französische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.

Bis der Prozess eröffnet wird, kann es noch einige Zeit dauern. Noch darf der Film gezeigt werden. Und noch hält ARTE an der Planung fest, eine TV-Fassung am Internationalen Wassertag, am 22.3.2011 um 20h15 auszustrahlen. Doch ein Ausstrahlungs- bzw. Aufführungsverbot ist künftig nicht auszuschließen.

Veolias Versuch, unliebsame Filme aus der Öffentlichkeit zu verbannen, hat bereits Tradition. Als Leslie Franke und Herdolor Lorenz es 2005 wagten, in einem mit dem NDR koproduzierten Film („Wasser unterm Hammer") über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufzuklären, wurde der Konzern beim NDR vorstellig. Er erreichte nach eigenen Angaben sogar im Einvernehmen mit ARD-Chefredakteur Volker Herres, dass der Film nicht mehr ausgestrahlt werden durfte. Und das, obwohl der Dokumentation kein einziger inhaltlicher Fehler nachgewiesen werden konnte.

Wohl wissend, was es bedeutet, die Praktiken eines weltweit tätigen Konzerns zu durchleuchten, wurde für Water Makes Money praktisch jedes Wort von Anwälten in Hamburg und Paris hin- und hergewendet und überprüft. Auch bei ARTE wurde jeder Fakt noch einmal gegengeprüft. Dennoch wird sicherlich nicht allein auf juristischem Feld entschieden, ob es Veolia mit seiner Klage gelingt, dass der Film aus den Kinos und von den Bildschirmen verschwindet.

Dies wird ein Kampf David gegen Goliath. Selbst wenn wir in der ersten Instanz gewinnen, kann Veolia ohne öffentlichen Druck in die nächste gehen, und wenn nötig in die über- und übernächste. Für Veolia sind die Kosten solcher Verfahren Peanuts. Für Leslie Franke und Herdolor Lorenz kann das von Instanz zu Instanz potenzierte finanzielle Risiko aber ruinös werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 23. März 2011, 16:40 
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Arte Doku "water makes money" passt ganz gut zum Thema, in Frankreich liegen die Probleme ja an ähnlicher Stelle.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 27. März 2011, 21:19 

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man kann noch bis Dienstag "Nachschauen"



ach ja ...

@wassermann würde sagen chlor im wasser ist gesund und alles nur verschwörungstheorien ;)

Berlin braucht sein wasser zurück!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2012, 13:04 

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Internetabstimmung

Der Berliner Wassertisch benötigt die Aufmerksamkeit aller, der Berliner Senat hat einen Weg gefunden:

"Der Senat will 650 Millionen Euro ausgeben, ohne bei den Wasserbetrieben mehr Einfluss zu gewinnen. Wenn das Land 75 Prozent der Anteile an den BWB hält, muss es auch 75 Prozent Einfluss haben.
Wir halten die geplante Kaufsumme - die wir Wasserverbraucher/innen bezahlen - für stark überteuert. Es wäre weitaus billiger geworden, wenn der Senat die sittenwidrigen Verträge von 1999 angefochten hätte.
Kommt der Plan des Senats durch, dann bleibt alles beim Alten. Die Wasserpreise werden hoch bleiben und sogar noch steigen. RWE erhält hunderte Millionen fürs Nichtstun; Veolia kann den Senat an der Leine führen. Die Wasserverbraucher haben nichts zu sagen, auch das Abgeordnetenhaus bleibt machtlos.


http://berliner-wassertisch.net/content/kampas/klage.php

Dorothea Härlin, attac und Berliner Wassertisch, sagte in einer Rede zum Weltwassertag: „ Wir erinnern uns: am 13. Februar 2011 gewannen wir den ersten Volksentscheid in Berlin. Das von 666.000 Berliner_innen verabschiedete Gesetz wurde am 13.März 2011 vom Parlamentspräsidenten Momper offiziell verkündet und damit ratifiziert. Besonders weh tat den Konzernen anscheinend der Artikel 4, der besagt, dass alle Teile des Vertrages, die binnen eines Jahres nicht veröffentlicht wurden, mit Jahresfrist ungültig werden. Der 12.März war also genau ein Tag vor Inkrafttreten dieser Bestimmung. Eine volle Bestätigung der Vermutungen des Berliner Wassertischs, dass bisher nicht alles veröffentlicht wurde. Da muss es wohl doch noch Absprachen geben, die den Nerv der Konzerne treffen, ihre Profitrate also.
Zwei Konzerne klagen gegen 666.000 Bürger_innen! Das ist ein Schlag ins Gesicht der Demokratie! Noch anschaulicher kann man wohl nicht demonstrieren, dass Privatkonzerne sich einen Dreck scheren um die Meinung von Hundertausenden von Berliner_innen, eine höhere Anzahl von Wähler_innen als irgendeine Fraktion im Abgeordnetenhaus auf sich vereinigen konnte. Aber jetzt ist auch die Politik gefragt. Wir fordern den regierenden Bürgermeister, Herrn Wowereit und alle Abgeordneten im Abgeordnetenhaus auf, sich nun endlich auf die Seite der Berliner Bevölkerung zu stellen und frontal gegen die Konzerne Stellung zu beziehen! Immerhin klagen Veolia und RWE gegen diesen Senat und das Parlament, das dieses Gesetz ratifiziert hat. Wir fordern den Senat auf, endlich aus der Beutegemeinschaft mit den Privatkonzernen auszusteigen! “
Deshalb bleibt unsere Forderung: Wasser gehört in Bürgerhand. Deals mit den Konzernen stehen dem entgegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 14. Dezember 2012, 20:27 

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E-MAil vom 13.12.2012 von film@watermakesmoney.org

Der Prozess wird eröffnet im großen Saal mit der Vorführung des Films.

Veolia fühlt sich durch den Film verleumdet und hatte am 28.09.2010 Klage erhoben. Schon vor der Premiere von „Water Makes Money" hatte es Hinweise gegeben, dass Veolia versuchen werde, den Film mit einer einstweiligen Verfügung am Erscheinen zu hindern. Dem begegneten die Filmemacher mit einer gleichzeitigen Premiere in 150 europäischen Städten. Der Film erlangte dadurch großes Interesse in einer breiten Öffentlichkeit und erlebte seither etwa 1000 (Kino-)Veranstaltungen. Auch ARTE zeigte ihn mehrfach und wird ihn in der Woche des Prozesses aus gegebenem Anlass noch ein weiteres Mal ausstrahlen.

Veolia konnte den Film nicht verhindern.

Angesichts der großen Öffentlichkeit mochte der Konzern bisher nicht die Filmemacher verklagen, die den Film tatsächlich zu verantworten haben. Stattdessen hält er sich jetzt schadlos an einer Organisation, die die keineswegs für den Inhalt, sondern lediglich für den Vertrieb des Films in Frankreich verantwortlich zeichnet. Und natürlich an dem Whistleblower, Jean-Luc Touly. Er hat schon viele Prozesse mit seinem Arbeitgeber ausgefochten. Und er hat bisher vor Gericht immer Recht bekommen.
Im Prozess am 14.02.2013 bestreitet Veolia zum einen Jean-Luc Toulys Behauptung, der Konzern habe ihm eine Million Euro geboten. Zum anderen ist die Verwendung des Begriffs „Korruption" angeklagt. Nicht die im Film gezeigten Fakten werden in der Anklage bestritten, nur mit dem strafrechtlich relevanten Wort „Korruption" hätte man es nicht benennen dürfen! Direkt vor der Ausschreibung des Klärwerks Brüssel Nord wurden die an der Ausschreibung beteiligten Abgeordneten und hohen Verwaltungsbeamten auf große Yachten in St. Tropez eingeladen. Dann wurde das Wort „experimentelle Technik“ in den Ausschreibungstext eingefügt, damit sich Veolia überhaupt bewerben konnte. Natürlich gewann Veolia die Ausschreibung. Wie würden Sie dieses Vorgehen nennen? Veolia ist der Hauptsponsor der EU-Plattform „Abwasser und Technologie“ und stellt dort auch den Vizepräsidenten und weitere zwei Mitglieder. Dieses Gremium berät die EU-Kommission bei der Auswahl von Forschungsprojekten, deren Förderung Veolia selbst beantragt. Wie soll Mensch das bezeichnen? Oder die im Film gezeigte Drehtür? Oder all die anderen Beispiele?
Nach deutschem Recht könnte Veolia nur die verantwortlichen Filmemacher verklagen.
Das traut sich der Konzern bisher nicht. Jetzt sollen andere für den Film büßen. Jean-Luc Touly und dem französischen Vertrieb drohen hohe Schadensersatzforderungen. Und selbst bei einem Freispruch ist es für einen milliardenschweren Konzern wie Veolia kein Problem, das Verfahren durch alle Instanzen zu jagen.

Damit das nicht passieren kann, benötigen wir u.a. eine größtmögliche Öffentlichkeit

- Jeder Bericht in welchem Medium auch immer, vor dem Prozess und danach, kann helfen! Es ist das beste Signal, den Fall in der Woche des Prozesses wo immer es geht zu thematisieren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren!
- Folgen Sie dem Beispiel von ARTE mit einer weiteren Aufführung des Films in den Tagen und Wochen vor dem Prozess am 14.02.2012 oder an dem Tag des Prozesses!
- Nehmen Sie bei den Aufführungen bitte vorsorglich Eintritt. Falls wir den Prozess gewinnen, können Sie die Einahmen einem von Ihnen zu bestimmenden Zweck zuführen (spenden). Wenn wir den Prozess aber verlieren, kommen auf unsere französischen KollegInnen enorme Kosten zu, neben der Strafe hohe Gerichts- , Anwalts-, Reise- und andere Kosten. Für diesen Fall bitten wir Sie, Jean-Luc Touly und den Vertrieb La Mare Aux Canards nicht alleine zu lassen.

Hefen Sie mit, dass der Prozess am 14.02.2013 zum Film „Water Makes Money“ unter der Beobachtung einer größtmöglichen Öffentlichkeit stattfindet!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2012, 13:59 

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ARD Monitor 13.12.2012: Geheimoperation Wasser - EU fördert Wasserprivatisierung


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollen die Berliner Ihr Wasser zurück???
BeitragVerfasst: 15. Januar 2013, 22:13 

Registriert: 25. April 2010, 18:14
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Zitat:
"Liebe Freundinnen und Freunde,

die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrechte
freigeben. Monitor hat darüber am 13.12. eine Sendung ausgestrahlt
(Link unten): Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur
Handelsware machen will.

Wenn ihr wie ich gegen diese Privatisierung seid, dann unterschreibt
bitte auf dem u.a. Link unten.

Bis Mitte Januar müssen 1 Mio Unterschriften eingesammelt sein, um das Vorhaben zu stoppen.

Es geht darum, dass die EU-Zuständigen den Markt öffnen für eine
Privatisierung der Wasserrechte. Portugal wurde bereits dazu gezwungen und
muss jetzt den 4-fachen Wasserpreis bezahlen. Griechenland wird es nicht
anders gehen. Privatisierung bedeutet, der Wasserpreis kann zukünftig vom
Börsenkurs abhängen, Wasser könnte ein Exportschlager werden, die
Qualität wird nicht mehr nach gängigen Richtlinien bestimmt, Grosskonzerne
kontrollieren, wenn's drauf ankommt. Bis Mitte Januar werden
1.000.000 Stimmen benötigt, damit die EU sich hierzu erklären muss.
Link zum Artikel:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/ ... asser.php5

Link zur Unterschriftenaktion:

http://www.right2water.eu/de


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