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 Betreff des Beitrags: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2009, 17:59 
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Registriert: 4. Dezember 2009, 10:13
Beiträge: 631

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ich habe heute früh im ard-morgenmagazin die freitagsumfrage gesehen
da haben über 60% der bevölkerung angst vor einer schleichenden islamisierung deutschlands.

woran liegt das?
an einer allgemeinen fremdenfeindlichkeit?
am martialisch auftretenden islam selbst?
an den medien, die eine unglaubliche angst vor dem muselman mit krummdolch und koran verbreiten?
an den regierungen, die immer wieder düstere terrorszenarien verbreiten?

ich habe das gefühl, dass da ein haufen undefinierbare emotion umherwabert.
wie kann man dieses thema möglichst angst- und emotionfrei behandeln?
denn ich denke man darf eine bevölkerung nicht damit allein lassen. denn ängste lassen sich nur schwer mit logik auflösen...

ignorieren oder aussitzen kann man das thema nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2009, 21:04 

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Beiträge: 188

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ich gestehe, daß ich knapp 2 Wochen nach dem 11.September 2001 im Flugzeug eine Heidenangst hatte, weil zwei Reihen vor mir ein Muselmann mit Umhang und langem, ungepflegten Bart saß...
völlig unbegründet, aber in diesem Moment wäre mir ein Kaugummikauender Ami aus dem Mittelwesten lieber gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 00:49 
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Beiträge: 19

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boone hat geschrieben:
an den medien, die eine unglaubliche angst vor dem muselman mit krummdolch und koran verbreiten?


Finde ich ehrlich gesagt nicht. Dabei konsumiere ich doch die gleichen Medien wie du... :?

boone hat geschrieben:
ich habe das gefühl, dass da ein haufen undefinierbare emotion umherwabert.


Sicherlich wabert da ne Menge an undefinierbaren - ich würde eher sagen - unterschwelligen - Vorurteilen und Stereotypen. Aber eben auch ganz konkrete Ängste und Erfahrungen: die Kofferbomber waren ja real. Und Jugendgangs aus mehrheitlich Migranten mit muslimischen Background sind ja nun auch keine Einzelerscheinung. Oder Schulen, wo in den unteren Klassen kaum noch Muttersprachler sind. Ehrenmorde, Zwangsehen und deutsche Konvertiten, die für Al Qaida Sprengstoff basteln sind zwar nur extreme Einzelerscheinungen, aber das summiert sich alles irgendwie.

Wir brauchen mehr Özils.


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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 10:30 
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Registriert: 11. Dezember 2009, 16:56
Beiträge: 32

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Nur ob jemand von Jugendgangs mit Muslimen oder einer mit Christen überfallen wird spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Wenn jemand Angst hat überfallen zu werden wird er sich nicht Gedanken machen zu welcher Religion die Täter gehören könnten.


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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 13:48 
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Registriert: 11. Dezember 2009, 17:27
Beiträge: 21

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Zitat:
wie kann man dieses thema möglichst angst- und emotionfrei behandeln?


Dazu müßte man mit den Vorurteile der einzelnen Menschen aufzuräumen, aber das geht eben nicht weil bei jedem andere Gefahren oder Hindernisse, sogar die Angst, vor etwas Neuen da ist. Zudem hört man eben viel lieber auf die Medien und verschaft sich damit kein Wissen, sodern verstärkt damit seine Unwissenheit.
Angst und Emotionsfrei kann man gegenüber den Muslimen nur dann sein, wenn sie sich uns gegenüber nicht verschließen (Parallelgesellschaft) und offen über ihre Ziele sprechen, aber vielleicht sehe ich das auch zu Blauäugig.


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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 17:19 
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Registriert: 5. Dezember 2009, 13:58
Beiträge: 96

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unionerdirk hat geschrieben:
Nur ob jemand von Jugendgangs mit Muslimen oder einer mit Christen überfallen wird spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Wenn jemand Angst hat überfallen zu werden wird er sich nicht Gedanken machen zu welcher Religion die Täter gehören könnten.


Ich glaube genau das macht der Betroffene aber. Ausländerkriminalität oder auch Kriminalität von Menschen mit Migrationshintergrund wird bei fast allen Menschen anders empfunden als Kriminalität aus der Gruppe, zu der man sich selbst zugehörig fühlt.

Der Mensch definiert sich über Gruppenzugehörigkeiten, da wir halt Rudeltiere sind. Ick bin Unioner, ick bin Sachse, ich bin Nichtwähler, ich bin bei der WM für Deutschland usw. usf. Muslime werden von über 60% der Deutschen noch als Ausländer bezeichnet, was in meinen Augen zeigt, wie sehr sich ein Großteil der Gesellschaft noch von scheinbaren Minderheiten abgrenzen will. Genauso auch andersherum (bspw. als Migrant aus türkischem Elternhaus in der Türkei als Deutscher beschimpft und hier sucht man sich Halt in seinem Klientel).

Vorurteile sind generell nichts verkehrtes, gerade weil sie uns auch auf mögliche Gefahren hinweisen (wenn man im Urwald ist und es im Unterholz kanckt ist es besser einen Tiger zu vermuten, als sich zu denken: ist eh nur ein Vogel - mag für viele nicht wie ein Vorurteil klingen; im weitesten Sinne ist es aber eins). Wir müssen uns bewusst sein, dass wir Vorurteile und Stereotypen haben. Im Endeffekt bringt es auch nichts, wenn einem immer wieder gesagt wird, dass die eigenen Ansichten nicht politisch korrekt, komplett überzogen oder gar rassistisch sind. Am Ende muss jeder seine eigenen geistigen Grenzen überwinden und Mauern der Vorurteile einreißen.


Zuletzt geändert von masterofberlin am 12. Dezember 2009, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 17:34 

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Beiträge: 188

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masterofberlin hat geschrieben:
Genauso auch andersherum (bspw. in der Türkei als Deutscher beschimpft und hier sucht man sich Halt in seinem Klientel).


was ich für meinen Teil in der Türkei kennengelernt habe war pure, bisweilen überschwängliche Gastfreundschaft. Die türkischen Türken (selbst die vom Goetheinstitut) haben aber allerhöxt abwertend von den deutschen Türken gesprochen.
Die werden da auch "Deutschländer" genannt.
Hat nix mit dem Islam zu tun, ich wollte es aber mal erwähnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2009, 17:42 
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Beiträge: 96

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Genau diese "türkischen" Deutschen meinte ich auch, werd ich gleich mal ändern.


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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 13. Dezember 2009, 19:17 
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Die Deutschländer sind echt ein Kapitel für sich. Quasi die Besserwessis unter den Osmanen. :ugeek:


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 Betreff des Beitrags: Re: ängste im morgenmagazin
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009, 11:09 
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Beiträge: 11

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mit islamisierung wird wahrscheinlich einiges von den menschen verbunden was sie nicht wollen bzw als bedrohung ihrer lebensweise sehen.

dazu kommen dann noch gut gemeinte ideen von bestimmten personengruppen die im namen der integration den muslimen in deutschland kein gefallen tun. so gab es in mehreren kindergaerten die bitte bzw anweisung, doch den kindern keine wurst mitzugeben die schweinefleisch enthaellt um muslimische kinder nicht zu benachteiligen. solche ideen moegen zwar gut gemeint sein, aber sie vermitteln den eindruck, dass fuer muslime eine sonderwurst gemacht werden muss, denn in zusammenhang mit anderen religionen wird weniger ruecksicht gefordert.

in einem anderen fall forderten politiker dei einstellungsvoraussetzungen fuer den oeffentlichen dienst z.b. polizei bei migranten zu senken. dieser vorschlag bezog sich in erster linie auf tuerkischstaemige jugendliche.

wenn dazu noch muslimische mitbuerger selten als gewinn fuer dieses land auffallen - wie soll man da von buergern des landes freude ueber diese erwarten? hinzukommen noch mangelnde selbstkritische aeusserungen von muslimischen verbaenden.


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