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 Betreff des Beitrags: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 05:50 
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wozu gibt es eigentlich partein?
sind partein nicht ein zusammenschluss von leuten die sich politisch auf dem gleichen weg befinden? muss es dann nicht in partein politische grundsätze geben an die sich alle zu halten haben? wie flexibel kann eine partei sein bis sie ihr gesicht verliert?

armer bebel...

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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 14:45 

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Ach lieber boone, bei dieser Sarrazin Sache (ist doch wohl gemeint), auch noch Bebel in das Licht der geneigten user zu ziehen.... :roll:
Der hatte doch nur Theater mit seiner Partei , vor der Gründung (die ganzen Vorläufer) , in der Gründung beim Zusammenschluß mit den Lassallianern (Lassalisches Gift), bei der Diskussion um die Kriegskredite 1870 gegen Frankreich, die Auseinandersetzung bei Gründung der Partei mit Marx und Engels und ihre Glossen dazu etc.pp. da sagst du armer Bebel :lol: . Dagegen ist diese Affäre Sarrazin ein laues Lüftchen . Ich halte es da eher mit Buschkowski, ein lästerliches Quatschmaul hat jede Volkspartei auszuhalten. An Parteigrundsätzen (die Partei hat immer Recht) und der Dehnbarkeit und Interpretierbarkeit, darf das freie Wort nicht negiert werden.
E.U.Wassermann


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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 15:42 
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bebel hatte jedoch das "glück" das "auseinanderbrechen" der spd nicht mehr mit zu erleben, wenn ich mich recht entsinne, UND er war in der lage wirklich ausgleichend zu wirken...

was mir aufstößt ist nicht die nummer sarrazin ansich sondern die frage was denn die politische linie einer "volkspartei" ist? denn für mich hat eine politische partei auch was mit standpunkten zu tun.

wenn ich aber fast alles toleriere was irgend ein querkopf aus meiner partei in der öffentlichkeit zum besten gibt verschwimmt doch die kontur meiner partei... dann wird sie beliebig.

das ist für mich das grundproblem an der sarrazingeschichte.

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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 16:05 

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Ich toleriere doch das als Partei nicht ! Ich muß mich damit auseinandersetzen, das ist der Fakt und das hat die SPD als Volkspartei eben nicht drauf gehabt, da war sie nicht Kampagnefähig. Ähnlich wie die CDU die letzten 10 Jahre auch nicht mehr Kampagnefähig ist.
Ich muß mich auseinandersetzen in aller Öffentlichkeit und zu Wahrheiten stehen und die zweifelhaften Argumente benennen. Zu Wahrheiten stehen und sie zu ändern das fällt doch der SPD schwer, da liegt doch der Hund begraben und sie wissen warum. Wenn sie sich der Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Finanzer von Berlin stellen, dann bekommen sie die Zahlen um den Kopf geklopft was uns Migration wirklich kostet.
Das möchte die SPD vor den Wahlen hier wirklich vermeiden..... :shock:
Ach ich vergaß ja , eine ganz Schlaue von der Humboldtuni wiederlegte ja die Zahlen von Sarrazin, aber so eineindeutig, das sie bald wieder von der Bildfläche verschwand :lol: .
E.U.Wassermann


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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 16:24 
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ok. aber ich muss auch als partei in der lage sein, zu sagen: das ist nicht unsere art die dinge so anzudenken und so zu publizieren. lieber tilo, wir gönnen dir deine meinung aber nicht in unseren namen - wir gehen diese probleme anders an. bitte gehe mit deinen ideen in die partei die deine gedankenmodelle teilt. unsere wege trennen sich hier. das wäre ehrlich und klar.
oder man sagt: ja, tilo, du hast recht mit dem was und wie du es sagst, wir stehen zu dir.

das meine ich...

das jetzt ist wischiwaschi unter wehner wär das anders gelaufen 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 18:42 

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So funktioniert aber nicht Demokratie !
Ich kann mir nicht die Welt so bauen wie sie mir gefällt,....oder anders gesagt , ein Volk suchen was meine Programme realisiert. das kann keine Volkspartei, sondern nur eine Klientelpartei. dewshalb hat Sarrazin auch prominente Unterstützer , hier in Berlin und in der BRD. Sie verstehen die dort angesprochenen Sorgen, die die überwiegende Bevölkerung auch hegt. Wer hat denn bei einer Meinungsbild recht ? Es gibt immer Wahrheiten und niemals schwarz und weiß. Ich kann doch als Volksparteien nicht angesprochene Wahrheiten negieren, nur weil der Autor sich teilweise in anderen Bereichen vergaloppiert hat?
E.U.Wassermann


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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 19:41 
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Beiträge: 415

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Lieber Wassermann,

unabhängig vom Umgang der Splitterpartei SPD mit ihrem schwarzen Schaf Sarrazin, möchte ich doch dem hier von Dir erweckten Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Buch einer Mehrheit in der Bevölkerung aus der Seele spricht und er "uns" als Gesellschaft endlich mal die bittere Wahrheit aufgezeigt hat, wie teuer und daher unnötig all die Integrationsbemühungen doch sind, einmal entgegensetzen, dass diese Aussagen genau den gleichen Wahrheitsgehalt wie die Thesen aus Sarrazins Buch beinhalten.

Deine Vermutung

Zitat:
Sie verstehen die dort angesprochenen Sorgen, die die überwiegende Bevölkerung auch hegt.


ist eben nur eine solche. Diese "Sorgen", die sich da angeblich eine Mehrheit der Bevölkerung macht und die Sarrazin "da endlich mal ausgesprochen hat", sind nicht im mindesten belegbar und ein schön esoterisches Argument.

Zu den bitteren Wahrheiten, die Kollege Schnürschuh in seinem Buch so zusammengetragen hat, kann ich Dir folgende zwei Links empfehlen:

  1. Was ist dran an Sarrazins Thesen?, mit einem verlinkten Gutachten im Auftrag zweier SPD Kreisverbände
  2. Projekt "Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle" der HU Berlin - hier gibt es ein 80 seitiges Dossier zum Runterladen, das kapitelweise die Thesen von Sarrazin aufarbeitet

Zu guter Letzt noch ein Link, der uns wieder zum Ausgangsthema zurück führt, nämlich die Erklärung Sarrazins im Wortlaut, die letztlich mit dazu führte, dass er weiter in der SPD bleiben darf. Moneyquote:

Zitat:
Es entspricht nicht meiner Vorstellung, dass diese Gruppen bei eigenen Anstrengungen und einer ergänzenden Bildungspolitik etwa aus genetischen Gründen nicht integriert werden könnten.


Mit all dem will ich natürlich nicht sagen, dass die Integrationspolitik Deutschlands wunderbar ist und keiner Verbesserungen bedarf. Aber die implizite Unterstellung, dass Sarrazin ja mit allem Recht hat und eigentlich ein Held ist, der es sich endlich mal traut auszusprechen (absichtlich übertrieben), kann ich nicht unkorrigiert stehen lassen.

Und zum Thema: Ich finde es traurig, dass in einer ehemals großen Partei, deren Ideale traditionell die der Arbeiter und sozialdemokratisch orientierten Bevölkerungsteile waren, mittlerweile Autoren von Büchern, in denen rassistisch motivierte Thesen mit pseudo-wissenschaftlichen Herleitungen untermauert werden, bewußt eine Heimat finden.


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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 27. April 2011, 21:55 
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ist ja alles richtig dazu gibt es eine ja mehrparteien-demokratie
aber eine partei ist doch eigentlich, so verstehe ich das jedenfalls, eine gruppierung von menschen die sich einer politischen richtung verbunden fühlen. da kann es nuancen geben wie dieses oder jenes lösen möchte - doch das ziel und die politische heimat hat man gemeinsam.

anders... wir unioner finden alle union schau, "eisern union" ist unser programm.
plötzlich ruft aber jemand den wir schon lange kennen und eigentlich unioner ist: dy-na-mo und findet, weinrot wäre klasse... ist der dann noch unioner?

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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 30. April 2011, 08:50 
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Sicher, man muss konträre Auffassungen in einer politischen Partei aushalten können, das gehört in einer Demokratie dazu. Man sollte aber auch die Kraft haben sich von Leuten zu trennen wenn sie den Grundkonsens (!) einer Partei dauerhaft missachten, auch wenn dies ein langwieriger, vielleicht auch schmerzlicher Weg mit offenem Ausgang (Parteiausschlussverfahren) ist. Aber ich finde man sollte es wenigstens versuchen, sonst sind alle Grundsatzprogramme nur reine Makulatur. :roll:

„Aber natürliche Ungleichheiten und soziale Herkünfte dürfen nicht zum sozialen Schicksal werden. Lebenswege dürfen nicht von vornherein festgelegt sein. Wir wenden uns gegen jede Form von Privilegien oder Benachteiligungen aufgrund der Herkunft, des Standes, der Hautfarbe, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Religion.“

Quelle: Hamburger Programm der SPD

http://www.spd.de/2160/hamburger_programm.html


Ich sehe nicht wie Sarrazins Buch und seine öffentlichen Äußerungen in Einklang zu bringen sind mit dem Grundsatzprogramm der SPD.

Was für ein Signal sendet man denn mit dem Rückzug der Anträge auf Parteiausschluss an die Öffentlichkeit? Was für ein Bild gibt die SPD mit einem Herrn Sarrazin als Parteimitglied ab? Welche neuen Mitglieder wird die SPD denn damit langfristig anlocken?

Mit dieser windelweichen Erklärung Sarrazins sieht doch nur jeder bestätigt was er gerne möchte. Die Parteiführung interpretiert sie als Entschuldigung und Erklärung zur zukünftigen Zurückhaltung Sarrazins, und er selbst fühlt sich weiterhin einfach nur mißverstanden und sieht sich weiterhin mit seinem Zahlensalat im Recht. Kein einziges seiner unseglichen Worte nimmt dieser Mann jemals wieder zurück! :?

Für ihn und seine Stammtischklientel wird die Rücknahme der Anträge auf Parteiausschluss langfristig als Erfolg gewertet, da bin ich sicher.

Ich halte die Entscheidung das Parteiausschlussverfahren einzustellen für einen schweren politischen Fehler der Parteispitze. Und das durchschauhbare Kalkül welches dahintersteckt, Ruhe vor den nächsten Landtagswahlen zu haben und Sarrazins Anhänger in die SPD einzubinden, könnte auch ganz schnell nach hinten losgehen. Wenn die SPD Pech hat, gibt es einen dauerhaften Riss und erst recht Unruhe in der Partei. Die Wähler die man dadurch dazugewinnt oder zumindest behält, verliert man auf der anderen Seite wieder weil andere Teile nach weiter links abwandern. :roll:

Das wäre dann die Quittung dafür das eine innerparteiliche Debatte abgewürgt wurde, und eine Partei solche Spannungen in der eigenen Mitgliederschaft dauerhaft nicht aushalten kann. :?


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 Betreff des Beitrags: Re: armer bebel
BeitragVerfasst: 4. Mai 2011, 11:28 
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Beiträge: 415

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Und weiter gehts:

Zitat:
Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen.


Frankfurter Rundschau

Erstaunlich, welch rhetorische Krämpfe Sarrazin mittlerweile nutzt, um nicht ganz klar formulieren zu müssen, was er eigentlich meint, nämlich, dass er alle Ausländer für blöd hält.


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